Walter Braunfels (1882-1954)

Geboren am 19. Dezember 1882 in Frankfurt a.M.
Er studierte in Wien und München (Komposition bei L. Thuille). Nach einigen Jahren freischaffender Tätigkeit wurde er 1925 nach Köln berufen, um dort die Musikhochschule aufzubauen. 1933 wurde er als "Halbjude" entlassen, seine Werke wurden nicht mehr aufgeführt. Die Jahre der NS-Diktatur verbrachte er zurückgezogen in Godesberg und später am Bodensee in der Nähe von Überlingen. 1945 holte ihn Konrad Adenauer nach Köln als Direktor der Musikhochschule zurück. Braunfels starb am 19. März 1954 in Köln.

Im Zentrum von Braunfels' Schaffen stehen 9 Opern, darunter Die Vögel (nach Aristophanes), die 1920 unter Bruno Walter in München uraufgeführt wurde und zusammen mit dem Te Deum (1922) seinen Ruhm begründeten. Außerdem schrieb er zahlreiche Orchesterwerke, geistliche Chorwerke, Orchesterlieder u.a. 1944/45 entstanden 2 Streichquartette und ein Streichquintett, ein drittes Streichquartett 1947.

Weitere Informationen: www.walterbraunfels.de
Porträtiert bei musica reanimata im 52. Gesprächskonzert am 24. Oktober 2002.


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