Mieczysław Weinberg (auch Moishei Vainberg) (1919-1996)

Weinberg, 1919 in Warschau geboren, studierte am dortigen Konservatorium Klavier. 1939 floh er in die Sowjetunion, während seine Verwandten in Polen blieben und sämtlich dem Nazi-Terror zum Opfer fielen. Weinberg studierte zunächst in Minsk Komposition, dann war er an der Oper in Taschkent tätig, bis er 1943 dank der Hilfe von Schostakowitsch nach Moskau übersiedeln konnte. Dort wirkte er bis zu seinem Lebensende 1996 als Pianist und freischaffender Komponist.

Er hinterließ ein umfangreiches Oeuvre, darunter 26 Symphonien und 17 Streichquartette.
Die unterschiedlichen Schreibweisen des Nachnamens wie Vainberg oder Vajnberg ergeben sich durch Rücktransliteration aus dem Russischen. Korrekt ist Weinberg. Der Vorname "Moisei" wurde Weinberg von einem Sowjetischen Grenzpolizisten verpasst, der Schwierigkeiten mit dem polnischen "Mieczysław" hatte.

Weitere Information findet man auf der Seite des Verlags Peer Musik
[www.peermusic-classical.de], der einen erheblichen Teil der Werke Weinbergs vertreibt.


musica reanimata