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Hans Heller (152) Donnerstag, 26. Mai 2022, Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal, 20 Uhr
Flucht im letzten Moment: der Schreker-Schüler Hans Heller (1898-1969)

Nachdem eine Kriegsverletzung die Pianistenkarriere des deutsch-jüdischen Musikers durchkreuzt hatte, entschloss er sich zur Komponistenlaufbahn. Als Privatschüler Franz Schrekers machte Hans Heller rasche Fortschritte, wie seine Klaviersonate zeigt. Er schrieb sie 1926 für die Pianistin Inge Eichwede, seine spätere Frau. Vor dem NS-Regime floh die kleine Familie nach Paris, wo Heller trotz schwieriger Lebensbedingungen größere Werke schuf. Unter der deutschen Besatzung Frankreichs wurde er interniert und zu Zwangsarbeit gezwungen. Der Deportation in ein Vernichtungslager entkam er im letzten Moment. Jascha Nemtsov und Tehila Nini Goldstein bringen in Berlin, Paris und New York entstandene Werke zur Aufführung. Über Leben und Werk Hans Hellers spricht Albrecht Dümling mit Prof. Wolfgang Eichwede, dem Neffen des Komponisten.

Klaviersonate op. 3 (Berlin 1926)
Vom kleinen Alltag op. 8. Vier Lieder nach Texten von Anton Wildgans (Berlin 1930)
Les Aveugles (Charles Baudelaire) für Mezzosopran und Klavier (Paris 1938)
Little Suite for piano (New York 1951)

Mitwirkende:
Jascha Nemtsov, Klavier
Tehila Nini Goldstein, Sopran

Albrecht Dümling im Gespräch mit Wolfgang Eichwede und Jascha Nemtsov

Dieses Konzert wird unterstützt durch die Bareva Stiftung
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Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
Kartenvorbestellungen: Konzerthaus Berlin [www.konzerthaus.de]
Tel.: (030) 20309 - 2101
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