musica reanimata

Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e.V.

Kuratorium: Daniel Barenboim, Prof. Dr. Wolfgang Benz, Dr. Volker Hassemer,
Prof. Dr. Norbert Lammert, Udo Lindenberg, Prof. Udo Zimmermann

Ehrenmitglied: Berthold Goldschmidt (†)

Vorstand: Dr. Albrecht Dümling (1. Vorsitzender), Dr. Gottfried Eberle,
Bettina Brand, Anke Hopfengart, Winfried Radeke, Melina Paetzold (Beisitzerin)
Geschäftsführung: Peter Sarkar

Wir begrüßen Sie auf unserer Website!


Der 1990 gegründete gemeinnützige Verein möchte die Werke von NS-verfolgten Komponisten in das öffentliche Musikleben integrieren. Er veranstaltet Gesprächskonzerte in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk und dem Konzerthaus Berlin sowie wissenschaftliche Konferenzen. Forschungsergebnisse werden in einer eigenen Buchreihe und einer Zeitschrift publiziert.

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Das nächste Gesprächskonzert:


Momentan sind die genauen Daten für die geplanten Gesprächskonzerte ungewiss.
[Vorschau »]

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Rundfunksendungen


Dienstag, 8. Dezember 2020, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk:
Ausstrahlung von Ausschnitten aus dem Gesprächskonzert Nr. 145 vom 6. Oktober 2020: Die Brüche in der Vorgeschichte des Julius-Stern-Instituts. Julius Stern zum 200. Geburtstag
[www.deutschlandfunk.de/programmvorschau]

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Das Video zur Ausstellung
Themenraum | Mai 1945 erinnern der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) ist in Internet dauerhaft abrufbar:
[https://vimeo.com/440246373]

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CDs von musica reanimata


CD Cover mit Richard Mohaupt Soeben ist der leicht gekürzte Mitschnitt des Gesprächskonzerts Nr. 80 erschienen: Erst gefeiert, dann vertrieben: Der Komponist Richard Mohaupt (1904-1957).
In den 30er Jahren gehörte Mohaupt zu den erfolgreichen und vielgespielten Komponisten der deutschen Bühnen. Seine Oper Die Wirtin von Pinsk erlebte in Dresden unter Leitung von Karl Böhm eine umjubelte Uraufführung - allerdings nur mit Sondergenehmigung der Reichsmusikkammer. Mohaupt, der mit einer jüdischen Russin verheiratet war, floh 1939 nach New York. Von seinem Exil aus begann er nach dem Krieg wieder Verbindungen zu deutschen Bühnen aufzunehmen und siedelte schließlich 1955 nach Österreich über. Zwei Jahre später starb er. Die Uraufführung seiner letzten Oper Der grüne Kakadu konnte er nicht mehr erleben.

Auf unserer CD sind die Passacaglia of the Refugees, das Funkmelodram Der Pilot im Paradies und Ausschnitte aus den Opern Die Wirtin von Pinsk und Double-Trouble sowie dazwischen die Dialoge aus dem Gesprächskonzert enthalten.
Manfred Schmidt und Cristian Peix an zwei Klavieren (Arrangements: Winfried Radeke); Andreas Jocksch, Bariton und Sprecher; Vokalensemble "Quintessenz!"; Winfried Radeke im Gespräch mit Prof. Dr. Friedrich Geiger.

Diese CD kann zum Preis von 14 Euro bei der Geschäftsführung bestellt werden:
Peter Sarkar, Steubenstr. 35, D-99423 Weimar
e-mail: peter.sarkar@musica-reanimata.de
zuzügl. 2 Euro Versandkosten (Ausland 5 Euro, ab 3 Exemplare versandkostenfrei).

Weiterhin erhältlich sind Aufnahmen von drei weiteren Gesprächskonzerten:
CD Cover mit Joseph Horovitz CD Cover mit Ilse Weber

Gesprächskonzert Nr. 101 Lieber Lachen als Weinen: Der britische Komponist Joseph Horovitz. Sie hören darauf den Komponisten im Gespräch mit Dr. Albrecht Dümling und als Musikbeiträge die Sonatina für Klarinette und Klavier (1981), das Adagio aus dem Violin Concerto (1951) in einer Fassung für Violine und Klavier sowie das String Quartet No. 5 (1969).
Die Interpreten sind Matthias Höfele (Klarinette), Tatjana Blome (Klavier) und das Ensemble Zeitlos: Claudia Sack, Philip Douvier, Friedemann Wollheim & Gabriella Strümpel.
Preis: 10 Euro (zuzügl. Versandkosten)

Doppel-CD mit zwei Gesprächskonzerten: Nr. 72 Ein Verfemter wird Präsident. Der Komponist und Pädagoge Siegfried Borris (1906-1987) mit Katharina Göres, Sopran; Olga Kotchenkova, Violoncello; Hanno Pilz, Klarinette; Gottfried Eberle, Klavier; Albrecht Dümling im Gespräch mit Juliane Lepsius und Gisela Bauer.
und Nr. 82 Mit der Gitarre in Theresienstadt: Die Dichterin und Sängerin Ilse Weber (1903-1944) mit Maria Thomaschke und Andreas Jocksch, Gesang und Rezitation; Kathrin Redlich, Gitarre; Timofey Sattarov, Bajan; Volker Suhre, Kontrabass; Winfried Radeke, Cembalo; Gesprächsgast: Rahel Rosa Neubauer; Arrangements, Leitung und Moderation: Winfried Radeke.
Preis: 15 Euro (zuzügl. Versandkosten)

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Kooperation mit Berliner Bibliothek


Die Musikabteilung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (im Gebäude der Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg, Blücherplatz 1) hat einen neuen Service eingerichtet für Informationen zu den Komponisten, die in den Gesprächskonzerten von musica reanimata vorgestellt werden. Ein Verzeichnis der Bibliotheksbestände an Noten, Büchern und CDs zu dem jeweils bei musica reanimata aktuell Porträtierten wird in schriftlicher Form in der Musikabteilung ausgelegt und kann im Internet abgerufen werden. Öffnen Sie dazu auf der nachfolgend verlinkten Seite den Menüpunkt "Kooperationen":
[http://www.zlb.de/fachinformation/spezialbereiche/musikbibliothek.html]

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Neu im Internet

[www.kuenste-im-exil.deKuenste im Exil]
Unter dieser Adresse findet man eine umfangreiche virtuelle Ausstellung mit Informationen und Bild- und Textdokumenten zu zahlreichen Künstlern aller Kunstgattungen. Der Schwerpunkt liegt auf Exilanten, die zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten entkamen, es werden aber auch solche gewürdigt, die nach 1945 in Deutschland Zuflucht fanden.
musica reanimata gehört zu den Kooperationspartnern des Projekts.

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musica reanimata ist Träger des Kritikerpreises für Musik 2006 des Verbandes der Deutschen Kritiker e.V. [Kritikerpreis »]
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